boje

Boje-Schwedenfreizeit 2013 bis 2019

vom 15. Juli bis 1. August 2019

Lenhovda, Småland, Schweden

Aufbruch

Bevor das Lager zu den Außenstellen aufbrach, wurde am Morgen noch die andere Gehirnhälfte aktiviert und endlich konnte man wieder im Lager so kreativ werden. Die Künstlerinnen und Künstler unter den Teilis ließen ihren kreativen Adern bei der „Fimo-Gestaltung“ freien Lauf.

Das ganze Zeug wird dann bei ca. 210 Grad in den Ofen gebacken, wobei wir hier Gas-Öfen haben, so dass die Einhaltung der exakten Backtemperatur eher Glückssache ist. Aber ein wahrer Künstler kann sich mit solchen Details nicht aufhalten.

Backen mit Alina
Backen mit Alina

Männersport

Natürlich gibt es zum kreativen Künstler-Leben im Lager das eher einfachere Sportler-Leben als Gegenpol, bei denen die Körperspannung, ohne großartig nachdenken zu müssen, trainiert wird. Aus Pudding mach Muskeln - so das Motto - flitzte eine Gruppe von Teilis einem Lederball hinterher. Und alle fühlten sich wie Klinsmann, Kaltz, Hrubesch, Völler…

Auch wenn es nach Volleyball riecht, es geht um Fussek
Auch wenn es nach Volleyball riecht, es geht um Fussek

Startschuss

Die Küche zauberte am Mittag saftgies Hähnchen auf feurigem Curryreisbett. Dazu wurde französisches Ratatouille mit den Zutaten aus der Region gereicht.

Nach dieser Stärkung wurden die Vorräte für die Wanderschaft aufgefüllt und die Rucksäcke wurden geschultert. Kleine Gemeinschaften wanderten nun in unterschiedlichen Richtungen los. Eine Gemeinschaft erreichte die Grillhütte nach knapp drei Minuten, das Tippi wurde nach fünf Minuten erreicht. Am längsten war jene Gemeinschaft unterwegs, die zur Außenkother aufgebrochen war. Die vierte Gemeinschaft ließ die Kanus zu Wasser und paddelte über den großen, dunklen See zum Bestimmungsort.

Die Kanuten starten zum großen Alstern-See
Die Kanuten starten zum großen Alstern-See
Der längste Weg führte über Stock und Stein...
Der längste Weg führte über Stock und Stein...
...endlich zur Straße in Richtung Außenkothe
...endlich zur Straße in Richtung Außenkothe

Die Grillhütte

Bei entspannter Musik und tiefsinnigen Gesprächen wurde Stockbrot, Speck und Würstchen über die lodernen Flammen gehalten. Als Nachtisch wurden Marshmallow gereicht, mit denen man auch prima eine schöne Fackel zaubern kann, wenn man den Marshmallow zu lange und zu nah über die Flammen hielt.

Zunehmende Dunkelheit und die merkliche Zunahme der Midges sorgte dafür, dass die Teilis enger zusammenrückten, wodurch direkt neue Freundschaften geschlossen wurden.

Stockbrot, Speck und Marshmallow - was will man mehr?
Stockbrot, Speck und Marshmallow - was will man mehr?

Das Tippi

Als die eher weiblich geprägte Gruppe das Tippi erreichte, wurde zunächst ein Schuhschrank aus den vorhandenen Materialien nach bester Ikea-Manier erstellt. „Frau“ kann nicht nur praktisch die Schuhe trocken unterbringen, sondern gleichzeitig wird für eine bessere Luft im Tippi gesorgt.

Als die Dämmerung hereinbrach und der Mond langsam aufging, fing der Chef vom Tippi an, leise zu brummen. Er wurde mit der Zeit immer lauter und allmählich wurde den Teilis klar, dass dort tiefe und entferne Worte aus einer uralten Zeit gesprochen wurden. Einzelne Laute bildeten Worte, Worte verbanden sich zu Sätzen und aus den Sätzen wuchs eine unheimliche Geschichte vom irren Iwan, der im Zickzack-Kurs durch die tiefen, dunklen schwedischen Wäldern rastlos umher wanderte…bibber.

Damit im Tippi gute Luft herrscht, bleiben die Schuhe draußen
Damit im Tippi gute Luft herrscht, bleiben die Schuhe draußen
Das Tippi am See
Das Tippi am See

Die Außenkothe

Die Gemeinschaft brach in den frühen Morgenstunden auf. Nach kurzer Wanderzeit glaubte der eine oder andere Teili den schrillen Schrei eines Nazguls zu hören. Wie nah wird er wohl sein? Wie fühlten sich wohl Frodo und Sam auf ihrer Wanderschaft in Richtung Mordor?

Nach entzerrenden zwei Stunden Wanderung konnte sich die Gemeinschaft mit den letzten Kräften in die Außenkothe retten. Auf den letzten Metern herrschte eine regelrechte Panik, da der Schrei einer Füchsin fehlgedeuete wurde und jemand rief „Nazgul“.

Einige rannten über das Ziel hinaus direkt in den See. Nach der gründlichen Dusche waren die Sinne wieder geschärft und man wusste, dass man nur an der Außenkothe war und nicht an der Westeite der Wetterspitze umringt von Ringgeistern.

Endlich wieder Wasser
Endlich wieder Wasser
Jungs bleiben Jungs
Jungs bleiben Jungs

Die Kanu-Tour

In den frühen Morgenstunden stachen die Kanuten in die weite See. Der Navigator betrachtete den Sonnenstand und errechnete mit Hilfe der Zeit den genauen Kurs. Dann ergriff so jeder sein Paddel und die Kanuten brachen auf.

Vom Ufer ausgesehen wurde die Gruppe der Kanuten stetig kleiner, bis sie ganz verschwanden und somit hatten sie den großen, dunklen Alstern-See erreicht.

Nach einer Stunden Paddelei auf dem spiegelglatten See erreichte die Mannschaft die rettende Insel. Zum Glück war reichlich Proviant an Board und es wurde zuerst das Lager eingerichtet und anschließend wurde das Essen verteilt.

Aber einer fehlte! Wo war Wilson? Wilson! Ist er schon wieder abgehauen?

Die Boote stechen in die See
Die Boote stechen in die See
Ankunft am Strand - Wo ist Wilson?
Ankunft am Strand - Wo ist Wilson?
Egal - hauptsache es gibt was zu essen
Egal - hauptsache es gibt was zu essen