boje

Boje-Schwedenfreizeit 2013 bis 2019

vom 15. Juli bis 1. August 2019

Lenhovda, Småland, Schweden

Skur

Nach einer kurzen Pause können wir wieder aus dem Lager berichten. Es folgt eine lose Zusammenfassung der letzten beiden Tage.

Zunächst schien die Sonne allgegenwärtig zu sein. Morgens, mittags und abends. Es schien die Sonne von vier Uhr morgens bis zehn Uhr abends.

Zwei Teilis beim Brainstorming
Zwei Teilis beim Brainstorming

Vormittags

Bei gutem Wetter und angenehmen 30 Grad im Schatten konnten die Teilis bei einer Partie Bingo kleine Proviantpakete gewinnen. Alternativ wurden beliebte Gesellschaftsspiele unter dem Sonnensegel gespielt.

Zu Mittag reichte die Küche leichte Kost für heiße Tage. Zum Beispiel gab es Currywurst in Curry-Soße mit Weissbrot.

Hier bei einer Partie Bingo
Hier bei einer Partie Bingo
Fang-Den-Wocket
Fang-Den-Wocket

Abendprogramm

Abends wurde die Hütte etwas aufgeräumt und für die Show Ruck-Zuck eingerichtet. Durch den Abend leiteten zwei junge, top-motivierte Moderatoren, die ihr ebenfalls junges und top-motiviertes Publikum vollständig im Griff hatten.

Ruck-Zuck war 22:00 Uhr. Diesmal wurde die anstehende Nachtruhe für den Blutmond ausgesetzt. Dazu musste man in Richtung Süden schauen (ca. 122 Grad). Im Lager stehen dort Bäume. Und der Mond hängt um diese Jahreszeit ziemlich tief. Folglich mussten die Teilis runter zum See. Von dort war der Mond dann auch tatsächlich zu sehen. Hurra! Ansonsten hätte man weitere 105 Jahren warten müssen, damit man die Mondfinsternis und den Mars sehen kann.

Die Moderatoren von Ruckzuck
Die Moderatoren von Ruckzuck
Das erste Team auf der Rechten
Das erste Team auf der Rechten
Das zweite Team auf der Linken
Das zweite Team auf der Linken
Gespannt verfolgten die Teilis die Show
Gespannt verfolgten die Teilis die Show

Skur

Am Samstag kam dann der lang ersehnte Regen. Zuerst schoben sich dicke und dunkle Wolken aus dem Süden über den See.

Anschließend fielen schon einige Tropfen auf den Boden. Nun mussten sämtliche Sachen, die auf keinen Fall nass werden sollten, eiligst in Sicherheit gebracht werden. Kurz später kam der Skur (Gussregen) runter. Das Sonnensegel füllte sich in Sekunden und musste immer wieder von wagenmutigen Mitarbeitern geleert werden. Der Skur wechselte sich mit dem Smattra (prasselnder Regen) nach 30 Minuten ab.

Während die meisten Teilis etwas ungläublich den Regen beobachteten, fragten sich andere Teilis, ob sie die Zelttür auch ordentlich geschlossen hatten. Und wo nochmal wie Wäsche war, und ob es sich jetzt noch lohnt, durch den Smattra zu flitzen und den Zelteingang zu verschließen. Egal was man sich aussuchte, irgendwas war am Ende pitschnass.

Für die nächste Woche hat der Wetterfrosch etwas Regen vorausgesagt. Damit sollte die lokale Waldbrandgefahr gebannt sich.

Schweden, wie man es erwartet
Schweden, wie man es erwartet
Der Sportplatz unter Wasser
Der Sportplatz unter Wasser

Pinke Tüten

Wenn man mehrere junge Männer sieht, die ihre Füße in pinke Plastiktüten eingewickelt haben, dann ist das keine skurile schwedische Sportart, sondern hier wird eine Sonderschicht im Toilettenbereich durchgeführt. Es gab eine Stresssituation in der Abführung der flüssigen Exkrementen aus dem Harntrakt, die der Belastung nicht mehr gewachsen war.

Das Endstück am Ende von Miras Regenrinne brach auseinander. (Miras Regenrinne befindet sich unter den Toiletten und sorgt für eine Trennung von festen und flüssigen Exkrement, wodurch sich bei der weiteren biologisch wichtigen Verarbeitung besondere Vorteile ergeben. Wer mehr wissen möchte, kann sich gerne für das Aufbaulager anmelden) Damit war Holland in Not. Und nun kommen die pinken Tüten ins Spiel. Unter höchst bedauerlichen Umständen konnten Jan und Tristan mit ideenreichen Konstruktionen die Lage stabilisieren. Die pinken Tüten halfen Jan und Tristan den Untergrund zu betreten und intensiv zu spüren (mehr als ihnen lieb war).

Alles andere werden sie ungefragt von sich aus auf jeder Party erzählen.

Die Jungs mit den pinken Tüten
Die Jungs mit den pinken Tüten